Die Zukunft des egaparks

Entwicklungskonzept zur nachhaltig orientierten Neugestaltung der Garten-, Spiel- und Erlebniswelt beschlossen
Die zukünftige Ausrichtung und Gestaltung des egapark Erfurt war am 16. März 2012 Thema einer gemeinsamen Beratung der Aufsichtsräte der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH und der Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH (ega). Mit großer Mehrheit sprachen sich die Aufsichtsräte für das Konzept zur Etablierung des egapark Erfurt als Garten Thüringens für die ganze Familie auf dem Weg zur Bundesgartenschau 2021 aus.

"Bei der Entwicklung des Konzeptes haben wir die Wünsche der Erfurter Bürger berücksichtigt. Basis dafür war unter anderem die Wohnungs- und Haushaltserhebung 2011. Darin wurden die Pflanzenschauhäuser und die Angebote für Kinder als besonders attraktiv bewertet. Erkenntnisse, die natürlich auch in die Konzeption eingeflossen sind. So ist es unser Ziel, den egapark in seinem typischen Gartencharakter als Denkmal zu erhalten und durch naturnahe Freizeitattraktionen zu ergänzen, um attraktive Angebote für Familien zu schaffen. Das alles steht natürlich im Einklang mit den Rahmenbedingungen zur Durchführung der Bundesgartenschau im Jahr 2021", erklärt Oberbürgermeister Andreas Bausewein.
In diesem Sinne soll der Bereich 'Spielen und Lernen im Außenbereich' strategisch weiterentwickelt werden und sich über den ganzen Park erstrecken. Um den Park ganzheitlich zu erschließen, ist angedacht, in einzelnen Teilbereichen Spielstationen zu errichten, beispielsweise Baumnester, Kletterpfade oder Klangspiele. "Damit wollen wir neue Anreize für Familien schaffen, das Gelände spielerisch zu erforschen und zu erleben. Dabei setzen wir auf ein nachhaltig orientiertes Gesamtkonzept unter Einbindung des Grünen Klassenzimmers und des Kinderbauernhofes, das sich von herkömmlichen öffentlichen Spielplätzen unterscheidet", betont Kathrin Weiß, Geschäftsführerin der Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH (ega), die durch die Vernetzung auch neue Zielgruppen erschließen möchte.
Im Einklang mit dem Denkmalschutz soll die Gartenwelt neu gestaltet werden. Dabei liegt der Fokus nicht auf dem Museumscharakter, sondern auf der Implementierung aktueller Gartenthemen. "Wir möchten den Besuchern die ganze Saison über garantieren, bei jedem Besuch etwas neues Blühendes zu entdecken, egal wann und wie oft Gäste den Park besuchen", ergänzt Kathrin Weiß.
Bauliche Sanierungen auf dem Weg zur Bundesgartenschau sind auch im Irisgarten, in den Hallenhöfen, im Gräsergarten sowie in den Bungalowgärten geplant. Diskutiert wurden die Szenarien zum großen Blumenbeet, das in der Bevölkerung hohe Symbolkraft genießt.
Einvernehmlich empfahlen Oberbürgermeister Andreas Bausewein und SWE Konzerngeschäftsführer Peter Zaiß den Aufsichtsräten, das große Blumenbeet - aufgrund seiner hohen emotionalen Bedeutung für die Erfurter - in den mit dem Denkmalschutz abgestimmten Flächen zu erhalten. Trotz höherer Kosten halten die Erfurter Stadtwerke diese Variante für finanzierbar. Die Aufsichtsräte haben diesen Vorschlag mit großer Freude aufgenommen und sich anschließend mehrheitlich dafür ausgesprochen, das große Blumenbeet zu erhalten. Damit wird das große Blumenbeet auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil des egapark Erfurt sein. Darüber hinausgehende andere Wechselflorflächen werden optimiert. Die zwingend notwendigen Maßnahmen zur Ertüchtigung der Pflanzfläche des großen Blumenbeets werden durchgeführt.
Im Hinblick auf notwendige Kostenreduzierungen werden auch die baulichen Anlagen unter Beachtung des Denkmalschutzes neu ausgerichtet.
Von den vier vorhandenen Hallen sollen zwei für den Besucherverkehr dauerhaft offen gehalten werden. So könnte die Halle 2 als Ausstellungshalle, die Halle 1 als Spiel-Erlebniswelt entwickelt werden, um ein weiteres Aktions- und Lernangebot zu schaffen, mit dem Ziel, den egapark das ganze Jahr über als attraktives Ausflugsziel für Familien zu etablieren. Die übrigen Hallen dienen künftig als Lagerhallen, um unter Aspekten der Nachhaltigkeit für eine Optimierung der Betriebsabläufe zu sorgen und die Wege zum Außenlager zu verkürzen. Die beiden Hallen werden saniert und bleiben in ihrer ursprünglichen Kubatur erhalten, so dass sie, sollte sich im Rahmen der Bundesgartenschau ein erweiterter Ausstellungsbedarf ergeben, temporär umgenutzt werden können.
Eine Aufwertung sollen auch die heutigen Pflanzenschauhäuser erfahren, da sie bei den Besuchern sehr beliebt sind. So bewerteten 40 Prozent der Befragten die Pflanzenschauhäuser im Rahmen der Wohnungs- und Haushaltserhebung 2011 als besonders attraktiv. Angedacht ist die Umgestaltung der stark sanierungsbedürftigen Pflanzenschauhäuser in ein Tropen- und Wüstenhaus. Hier spielt der Umstand, dass der egapark über eine stattliche Sammlung an Sukkulenten verfügt und Erfurt als Ort der ältesten Kakteenzucht Europas gilt - die Familie Haage pflegt diese Tradition seit dem Jahr 1822 -eine besondere Rolle. Damit könnte nicht nur die Bekanntheit der historischen Kakteenzucht in Erfurt erhöht werden. Gleichzeitig könnten neue Besucherzielgruppen für den egapark erschlossen werden, da in Deutschland bisher nur ein Wüstenhaus im Botanischen Garten in Bochum existiert. Die Themen Tropen und Wüste eignen sich durch den natürlichen Kontrast außerdem hervorragend für Lehr-, Forschungs- und Ausstellungskonzepte, die der Schulkommunikation neue Anreize verleihen könnten.
Neben einer Neugestaltung am aktuellen Standort und der damit verbundenen energetischen Sanierung wird auch ein Alternativstandort geprüft. Eine Verlegung an den Platz der ehemaligen Zentralgaststätte in der ursprünglichen Kubatur wird derzeit geprüft. Auch eine gastronomische Versorgung sowie die Errichtung einer Brücke als Ersatz für die ehemalige Rendezvousbrücke könnte in diese Variante integriert werden. "Durch die Zentralisierung des Tropen- und Wüstenhauses könnten wir einen neuen Blickfang im Park schaffen und den unteren Parkteil, verbunden mit der Wiederbelebung des Mittelpunktes, für Besucher attraktiver gestalten", erklärt Peter Zaiß das Konzept. Für beide möglichen Standorte erfolgt parallel eine Machbarkeitsstudie inklusive Kostenschätzung. ?Dabei setzen wir natürlich auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Bei sämtlichen baulichen neuen Investitionen wird geprüft, inwieweit erneuerbare Energien bei der Errichtung von Gebäuden und Anlagen eingesetzt werden können. Wir wollen den egapark unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu einer zukunftsweisenden Parkanlage weiterentwickeln, auch über die Bundesgartenschau 2021 hinaus", betont der Geschäftsführer. "Mit diesem Großvorhaben für den egapark stellen die Stadtwerke Erfurt erneut unter Beweis, dass sie ihre finanziellen Möglichkeiten nicht nur in der Energieversorgung, sondern auch für die Lebensqualität Erfurts einsetzen und Erfurt so als attraktiver Standort weiter aufgewertet wird", ist sich Peter Zaiß sicher.

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