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Nachhaltigkeit

Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz, für Sport, Kultur und Gesellschaft

Nachhaltigkeit hat als Thema in Deutschland eine ganz neue Bedeutung erhalten. Ursachen dafür sind neben den Auswirkungen des Klimawandels immer knapper werdende Ressourcen, die Energiekrise als eine der Auswirkungen des Ukrainekrieges und die parallel zu bewältigende Umsetzung der Energiewende in Deutschland. So wird die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zunehmend kritisch bewertet, auch von den Verbrauchern, die nachhaltiges Wirtschaften und Handeln in Verbindung mit sozialer Verantwortung immer stärker nachfragen. Die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit ist seit Gründung der Stadtwerke Erfurt wesentlicher Bestandteil ihres Unternehmenszwecks und damit seit über 30 Jahren fest in der SWE verankert.  Dabei geht der Anspruch der Stadtwerke Erfurt Gruppe als kommunaler Dienstleister weit über die reine Daseinsvorsorge hinaus. Unser Claim "SWE Für Erfurt." steht für das Engagement der Stadtwerke Erfurt Gruppe im Klimaschutz. Als bürgernahes Unternehmen für Erfurt setzen wir seit Jahren auf eine ausgewogene Bilanz zwischen wirtschaftlich Notwendigem und gesellschaftlich sowie ökologisch Möglichem. Nachhaltiges Engagement, nachhaltige Unternehmenskultur und nachhaltiges Wirtschaften sind für die Stadtwerke Erfurt Gruppe im besonderen Fokus des öffentlichen Interesses und damit Anspruch sowie Leitfaden ihres Handelns.

Wir gehen nun den nächsten Schritt und entwickeln bzw. implementieren ein integriertes und konzernübergreifendes Nachhaltigkeitsmanagement. Aufgabenstellungen sind die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks, die konzernweite Bündelung von Zielen und daraus resultierenden Maßnahmen sowie die Etablierung einer Arbeitsgruppe. In diesem Prozess hat die SWE Gruppe bereits wesentliche Ergebnisse erreicht, darauf aufbauend neue Zielstellungen formuliert und führt eine Reihe von Nachhaltigkeitsprojekten fort.  

Aufgabenstellung  
Die Umstellung der Strom- und Wärmeerzeugeranlagen auf Klimaneutralität soll bis 2040  durch Einsatz grüner Brennstoffe, Erschließung emissionsfreier Wärmequellen und den ergänzenden Bau von Sektorkopplungstechnologien erreicht werden. Dazu leisten mehrere aktuelle Projekte in der Unternehmensgruppe einen Beitrag:

  • Tiefengeothermie
  •  Erzeugung und Einsatz von Wasserstoff
  •  Power to Heat (Umwandlung von grünem Strom in grüne (Fern-)Wärme)

Wärmenetzstrategie 2040 der SWE Energie GmbH
Das Konzept zielt auf die stufenweise Transformation zur Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung für Erfurt bis 2045 ab und beinhaltet die erforderlichen zukünftigen Investitionen.  Ziel der Planung ist ein zentraler und rechtsverbindlicher Rahmen, um die klimaneutrale Wärmeversorgung schrittweise bis 2045 zu erreichen. Gesetzliche Grundlage dafür ist  § 8 Abs. 5 des Thüringer Klimagesetzes. Dafür werden Bestands- und Potenzialanalysen, ein Zielszenario für die Jahre 2030 und 2045 sowie eine Wärmestrategie mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet. 

Das Gesamtkonzept basiert auf einer Zusammenarbeit der kommunalen Thüringer Fernwärmeversorgungsunternehmen. Eine Kombination von Windkraft und Tiefengeothermie, ergänzt um Wärmepumpen und Bioenergie, weist zahlreiche Vorteile auf und ist die kostengünstigste und flexibelste Variante. Die im Wärmekonzept dargestellten Ergebnisse sind die Basis für zukünftige strategische Investitionsentscheidungen in der SWE Energie GmbH.  Das Ergebnis sind die vier möglichen Transformationspfade Geothermie, Wind, Wind/Geothermie und Gas. 

Aktuell wird eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung geothermischer Wärme am Standort Erfurt-Ost durchgeführt. Der Fokus liegt dabei auf einem petrothermalen geschlossenen System. Die Weiterführung ist als mögliches Forschungs- und Entwicklungprojekt im Verbund von SWE Energie GmbH und Friedrich-Schiller-Universität Jena für 2023-2025 angedacht. Eine konkrete bauliche Umsetzung der Geothermieanlage mit einer angestrebten thermischen Leistung von 30 bis 50 MW wird frühestens ab Ende 2026 erwartet.

Die Entscheidung für eine oder die Kombination von verschiedenen Technologien hängt von vielen Einflussfaktoren ab und kann nur schrittweise herbeigeführt werden.

Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff
Der Einsatz von Wasserstoff in der SWE Gruppe hat für die SWE Energie GmbH, die SWE Netz GmbH und die SWE Stadtwirtschaft GmbH große Bedeutung, sodass Vorprojekte gestartet wurden. Die SWE Energie GmbH beteiligt sich mit weiteren Partnern an einer Allianz zur Errichtung einer Wasserstoffinfrastruktur für Erfurt mit Erzeugung in Windenergieanlagen als Einstiegs- und Pilotprojekt zur Dekarbonisierung des Brennstoffes Erdgas für die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD).

Das TH2ECO-Projekt als größte Wasserstoffprojekt Thüringens hat den Aufbau einer wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Wasserstoffinfrastruktur in Thüringen zum Ziel. Dazu gehört die Erzeugung von grünem Wasserstoff, dessen Transport, Verteilung und Speicherung sowie seine Anwendung. Das GuD-Kraftwerk soll über eine neu zu errichtende Wasserstoffleitung an eine bestehende Gasleitung angeschlossen und diese bis 2025 auf Wasserstoff umgestellt werden. Damit wäre die Anbindung an den künftigen Wasserstoffspeicher in Kirchheiligen möglich. Entlang der Leitung ist von anderen Konsortialpartnern der schrittweise Aufbau von Elektrolysekapazitäten für grünen Wasserstoff geplant.  Im Pilotprojekt der SWE Energie GmbH geht es zunächst um den Einsatz von bis zu 10 % Wasserstoff in den Verbrennungsprozessen der GuD, um Erfahrungen zu sammeln.   Eine schrittweise Erhöhung des Wasserstoffanteils im Verbrennungsprozess ist geplant. Parallel dazu entwickelt die SWE Netz GmbH ein Konzept für den Umstieg und den Transport von Wasserstoff aus der vorhandenen Erdgas-Leitungsinfrastruktur heraus.

Power-to-Heat
Ein weiterer Meilenstein zum Erreichen der Klimaneutralität ist die Nutzung der Sektorkopplungstechnologie Power-to-Heat in verschiedenen technischen Ausprägungen. Wichtiger Bestandteil sind sogenannte Elektrodenheizer, die nach dem „Tauchsiederprinzip“ grünen Strom in grüne (Fern-)Wärme umwandeln. Ein erstes Projekt hierzu steht derzeit in vertraglicher Vorabstimmung. Technisch möglich ist damit auch eine spätere Integration in die EE-Wärmestrategie durch die Ergänzung des Elektrodenkessels durch Wärmepumpen, die mit grünem Strom betrieben werden und eine Wärmequelle (z. B. Wasser oder Luft) nutzen, um grüne Fernwärme zu erzeugen. Die Power-to-Heat-Technologien werden künftig eine notwendige Ergänzung zu allen anderen EE-Wärmequellen und Sektorkopplungstechnologien in Erfurt darstellen.

Elektromobilität
Die Elektromobilität ist ein attraktives und zukunftsweisendes Geschäftsfeld, das zur Senkung des Treibhausgasausstoßes beiträgt. Kundenbezogene Ladelösungen für Privat- und Geschäftskunden, Wohnungswirtschaft stehen im Vordergrund. Fördermittel wurden für für 14 Standorte mit 36 Ladepunkten zugesagt, der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2024. Derzeit laufen die Genehmigungsverfahren für die Ladesäulenstandorte.

Die SWE Netz GmbH startete 2019 eine Studie, um typische Erfurter Quartiere hinsichtlich der Netzanschlussmöglichkeit und Netzintegration von Ladeinfrastruktur für elektromobile Fahrzeuge auch in Verbindung mit PV-Anlagen zu analysieren. In deren Ergebnis wurde genügend Reservekapazität in den Netzen ausgemacht. Potenzielle Lösungen für die Netzentwicklung können sein: eine netzgeführte Steuerung in Engpasssituationen (Redispatch) oder ein klassischer Netzausbau. Die Schaffung von zentralen Ladehotspots sollte dabei immer priorisierter Favorit sein, wodurch auch an dieser Stelle ein Netzausbau sinnvoll ist. Dabei ist ein koordiniertes Vorgehen von Stadtverwaltung und SWE Netz GmbH notwendig. Die SWE Netz GmbH beteiligt sich am Aufbau einer Internetplattform, um potentielle Anschlusskunden an den für ihr Anliegen zuständigen Netzbetreiber zu vermitteln.

Aufgabenstellung
Der Nahverkehr leistet einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrswende und zum erreichen der anspruchsvollen Klimaziele der Stadt Erfurt. In Europa war der Straßenverkehr für 29 % aller CO2 -Emissionen 2020 verantwortlich.

Fahrzeugbeschaffung
Der Schwerpunkt in Erfurts leistungsfähigem Nahverkehrsangebot liegt im Bereich der Straßenbahn. Die Beschaffung von 14 neuen Tramlink-Bahnen der Firma Stadler ist ein bedeutender Schritt auf diesem Weg. Ein weiteres Projekt der EVAG  ist die Erweiterung des Stadtbahnnetzes um die Linie 9 Nord. Damit verbunden sind Maßnahmen zur Havariesicherung und Entlastung des Bahnhofstunnels innerhalb der Nord-Süd-Verbindung.

2022 wurde mit der standardisierten Bewertung die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit und Voraussetzung für ein Planfeststellungsverfahren nachgewiesen. Entsprechend den Vorgaben der EU-Richtlinie Clean-Vehicle-Directive (CVD) sollen in Erfurts Nahverkehr künftig ausschließlich emissionsfreie und emissionsarme Antriebstechnologien zum Einsatz kommen. 2025 sollen die ersten drei batteriebetriebenen Volllader-Gelenkbusse in Betrieb genommen werden. Neben den emissionsfreien Elektroantrieben sind weitere 12 Hybridbusse vorgesehen, die den Kraftstoffverbrauch und Emissionen gegenüber konventionellen Antrieben um 15 % senken. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut wird an einem Konzept gearbeitet, um die Abstellmöglichkeiten, die Ladetechnik sowie die Wartung an die Anforderungen der Elektrobusse anzupassen.

Aufgabenstellung
Im Bereich Umwelt wird eine Gesamtstrategie Wasserstoff ausgearbeitet. Schwerpunkte ist die dezentrale Erzeugung von Wasserstoff sowie dessen Verwendung für Abfallentsorgungsfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb im Rahmen der EU-Clean-Vehicle-Directive.  

Einsatz von Wasserstoff
Zur Erfüllung der EU-Vorgaben wird mit der Umstellung auf Brennstoffzellenfahrzeuge ab 2025 begonnen. Bis 7,5 t kommen künftig batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und ab 7,5 t brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge (FCEV) zum Einsatz. Die Beschaffung ist an die Marktreife der entsprechenden Fahrzeuge gebunden. Geplant ist ab 2025 jeweils ein brennstoffzellenelektrisches Fahrzeug pro Jahr (bis 27 t), bis 2030 sind fünf Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb im Fuhrpark vorgesehen. Parallel dazu wird die Infrastruktur für die Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff aufgebaut.

Dafür werden zwei Varianten geprüft. Auf der Deponie Schwerborn steht eine Erweiterungsfläche für den Bau einer PV-Anlage, einer Wasserstofferzeugungsanlage (Elektrolyse) und einer Wasserstofftankstelle zur Betankung von Abfallsammelfahrzeugen zur Verfügung. Damit könnten künftig zwei bis vier Abfallsammelfahrzeuge mit Energie versorgt werden. Der Variantenvergleich FCEV-Fahrzeuge vs. Dieselfahrzeuge ergibt eine Einsparung von rund 50 t CO2 pro Jahr.

Im Rahmen einer Studie wird geprüft, zu prüfen, inwieweit die TH2ECO-Pipeline eine kostengünstigere Alternative für den weiteren Ausbau wäre. Die Wasserstoffverfügbarkeit über TH2ECO ist ab 2025 vorgesehen.

PV-Dachanlage für RABA
Ein neues Projekt im Kompetenzfeld Umwelt ist die Errichtung einer Photovoltaik-Dachanlage auf den Dächern der mechanischen Abfallbehandlungsanlage am Standort der Restabfallbehandlungsanlage Erfurt-Ost (RABA). Die geplante PV-Anlage soll eine Leistung von ca. 750 kW haben und im Jahr 750 MWh grünen Strom aus Sonnenenergie erzeugen. Das Projekt, dessen Gesamtkosten bei ca. 1 Mio. Euro liegen, befindet sich derzeit in der Konzeptionsphase. Die Planungen sollen im April 2023 und die Umsetzung in 2024 erfolgen.

Aufgabenstellung
In den Bereichen Bäder und egapark steht in den kommenden Jahren die Ausrichtung auf einen  nachhaltigen, ressourcenschonenden und energieeffizienten Betrieb im Mittelpunkt. Der egapark wird sich gleichzeitig als Kommunikations- und Bildungsort für grüne und nachhaltige Themen weiter profilieren und so altergsruppenübergreifend wichtige Anregungen für nachhaltiges Handeln liefern.

Seit 2015 wird das Energiekonzept für die denkmalgeschützte Anlage schrittweise umgesetzt. Die Beleuchtung wurde auf sparsame LED umgestellt. Die automatisch betriebenen Bewässerungssysteme ermöglichen eine bedarfsgerechte, witterungsangepasste Wasserversorgung der Pflanzen. Damit kann die natürliche Ressource Wasser besonders effizient genutzt werden. Umfangreiche Einsparmaßnahmen wie der Aufbau von Energieschirmen zur Steigerung der Energieeffizienz in den Bestandsgewächshäusern vermindert die Wärmeabstrahlung sowie der Sonneneinstrahlung. Durch die Einsparmaßnahmen und die vergleichsweise milden Außentemperaturen ist es 2023 gelungen, den Stromverbrauch um 18,2 % und den Gasverbrauch um 31,9 % zu senken. Die Wasserspiele als wesentliches Gestaltungsmerkmal des egaparks wurden z. Teil schon auf neue, energiesparende Technik umgebaut, die noch verbleibenden Anlagen sind in Planung. Durch eine Umstellung der Wasserspiele auf einen anderen zeitlichen Ablauf, der sich am Besucherverhalten orientiert, konnte bereits in beträchtlichem Umfang Energie eingespart werden und den Parkgästen dennoch ein passendes Besuchserlebnis anbieten zu können. Ab 2023 auf dem Wirtschaftshof und künftig auf dem Dach der Halle 4 soll mittels Photovoltaik Strom erzeugt werden. Bis 2030 könnten es 83 Prozent der im egapark benötigten Energie sein.

Der egapark ist ein Bildungs- und Kommunikationsort für nachhaltige und alle grünen Themen. Bereits seit mehr als 15 Jahren lernen Kinder im Grünen Klassenzimmer in Verbindung mit dem eigenen Erleben alles über Garten, Natur, Ernährung, Nachhaltigkeit, Tiere und vieles mehr. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die der egapark als Lernort bietet, wurde 2022 der egaCampus ins Leben gerufen: Neben dem Grünen Klassenzimmer werden auch Lehrerfortbildungen, Schulgartenangebote und Kurse für Erwachsene, im sogenannten GartenWerk, angeboten. Grüne Zukunftsthemen wie Energiepflanzen, insektenfreundliche Ansaaten oder Ideen zur Selbstversorgung mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, werden im Bereich des egaForums rund um den MDR-Garten gezeigt. Gemeinsam mit Partnern wie dem Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau aus Erfurt soll ein grüner Informations- und Kommunikationsort entstehen, der innovative Ideen präsentiert und die Besucher mit grünen Experten zur Diskussion und Inspiration zusammenbringt. In Zusammenarbeit mit dem Fachverband Garten- und Landschaftsbau Hessen-Thüringen, wird die Berufsorientierung für die grünen Berufe hier als neues und wichtiges Themenfeld einen Platz finden.

Erfurter Schwimmhallen und Freibäder
Ziel der nachhaltigen Entwicklung in den kommenden Jahren ist es, die Erfurter Bäder als wichtiger Standort für altersübergreifende Freizeitangebote, aktive Erholung, Schul- und Vereinssport  noch nachhaltiger und energieeffizienter zu betreiben. Durch den Einbau  effizienterer Technik und die Optimierung der Betriebszeiten der Wasserattraktionen sank 2023 der Stromverbrauch um 15,4 % und der Fernwärmeverbrauch um 7,4 %. Die Umwälzpumpen des Sportbeckens in der Roland Matthes Schwimmhalle wurden im IV. Quartal 2022 ausgetauscht, womit ca. 32 % der Pumpenleistung im Sportbecken bzw. ca. 60.000 kWh/a eingespart werden können. Eine weitere Maßnahme zur Energieeffizienz und Kosteneinsparung ist das Projekt „Energetische Dachsanierung inkl. Errichtung einer Photovoltaikanlage im Objekt Roland Matthes Schwimmhalle“, mit dem in der zweiten Jahreshälfte 2022 begonnen wurde. Mit der geplanten PV-Dachanlage auf der Roland Matthes Schwimmhalle könnten ca. 10 % des durchschnittlich jährlichen Stromverbrauches der Schwimmhalle selbst erzeugt werden.

Aufgabenstellung
Die Beschaffungsstrategie die Clean-Vehicle-Directive für Firmenfahrzeuge und die gesetzlich vorgegebenen Richtlinien der Gebäudeeffizienz setzen die Rahmenbedingungen für dieses Kompetenzfeld.

Fahrzeugbeschaffung und-nutzung
Der Vorrang von emissionsarmen und emissionsfreien Antriebstechnologien bei der Fahrzeugbeschaffung erfordert einen entsprechenden Ausbau der Ladeinfrastruktur am Standort Magdeburger Allee. 2022 wurde  in der Tiefgarage im Kommunalen Dienstleistungszentrum eine Ladeinfrastruktur mit zunächst 16 Ladestationen (Wall-Boxen) errichtet. Außerdem entstand ein Konzept für eine mittelfristig wesentliche Erweiterung der Ladeinfrastruktur im Parkhaus in der Rosa-Luxemburg-Straße um weitere 50 Ladepunkte.

Energieeffiziente Gebäude
2023 entsteht eine weitere 30 kW-Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bauteils A in der Magdeburger Allee 34. Damit wird künftig ein Teil des für das Bürogebäude benötigten Energiebedarfs durch Solarstrom gedeckt.

Aufgabenstellung
Nachhaltige Unternehmensführung und -entwicklung beschränkt sich nicht allein auf die Organisation selbst und auf rein wirtschaftliche Aspekte. Die Stadtwerke Erfurt Gruppe trägt auf vielfältige Art und Weise gesellschaftlichen Verantwortung für die Landeshauptstadt.

Sponsoring, Bildung, Sport und Kultur
Für die Erfurterinnen und Erfurter wird dieses Engagement der SWE Gruppe durch die Förderung von Veranstaltungen, Sportvereinen, Bildungsprojekten oder Umweltprojekten spür- und erlebbar. Die neue Crowdfunding-Plattform mit Unterstützung der SWE vernetzt Ideengeber und Unterstützer, Interessenten und Multiplikatoren. Schon im ersten Jahr konnte die für kleinere Projekte zur Verfügung stehende Fördersumme mehr als verdoppelt werden. Das ermöglichen einerseits die Erfurterinnen und Erfurter mit ihren Spenden und andererseits der SWE-Fördertopf, der auf der Erfurt Crowd jede Spende ab 10 € noch einmal um 10 € erhöht.  14 erfolgreiche Vorhaben in nur einem Jahr sind ein hervorragender Start, der 2023 weiter ausgebaut werden soll.

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein wesentlicher Baustein der Angebote der Schulkommunikation der SWE Gruppe. Kinder und Jugendliche erfahren hier, was genau hinter den Produkten und Leistungen der SWE steckt und wie sie für Erfurt her- und bereitgestellt werden.

Klassische Sponsoring-Kooperationen ergänzen das Engagement der SWE Gruppe in den Bereichen Sport und Kultur. Wesentlicher Aspekt auch in diesem Zusammenhang ist die Nachwuchsförderung. Ob Volleyball, Fußball oder Basketball: neben der Unterstützung der Spitzenmannschaften ist die Sicherung einer nachhaltigen Kinder- und Jugendförderung in den Vereinen für die SWE wesentlicher Vertragsbestandteil.

Auch im Kultursponsoring achtet die SWE Gruppe auf ein ausgewogenes Angebot für alle Altersgruppen. So werden neben dem Theater Erfurt die Erfurter Kinderbuchtage und die Erfurter Herbstlese unterstützt. 

Aufgabenstellung
Die Stadtwerke Erfurt Gruppe ist für ihre Eigentümerin, die Landeshauptstadt Erfurt, eine verlässliche, ökonomische Größe mit einem stabilen und nachhaltigen Wertbeitrag, der direkt oder indirekt der Stadt und damit den Erfurterinnen und Erfurtern zu Gute kommt.

Über direkte Zahlungen der SWE Gruppe fließen Einnahmen unmittelbar in den Erfurter Haushalt. Das sind beispielsweise Zahlungen für Konzessionen, Gestattungsentgelte, Wegenutzungsentgelte oder die Gewerbesteuer. Auch die jährliche Gewinnabführung der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH zählt dazu. Über indirekte Zahlungen ermöglicht die SWE Gruppe den Betrieb der Infrastruktur mit attraktiven Leistungen zu bürgerfreundlichen Konditionen. Das betrifft den Öffentlichen Personennahverkehr, die Erfurter Bäder und den egapark. Darüber hinaus ist für die Stadtwerke Erfurt Gruppe das Engagement für ein vielfältiges soziales, kulturelles und sportliches Leben in der Landeshauptstadt Erfurt eine Selbstverständlichkeit. Dies wird unter anderem in Form von Sponsoringaktivitäten und vielfältigen Spenden an Initiativen, Vereine und Verbände unterstützt und aufrechterhalten.

Aufgabenstellung
Ziel der nachhaltigen Unternehmensführung ist eine geordnete Personalentwicklung auf Basis der Unternehmensentwicklung.

Dabei reicht das Spektrum von der Festlegung der Ausbildungsrichtung für den jeweiligen Bedarf bis zur Vermittlung von Fähigkeiten zur Führung in hybriden Arbeitswelten, von der Schulung der Ersthelfer bis zur Unterstützung von privat initiierten Weiterbildungsmaßnahmen. Ferner werden gesonderte Weiterbildungsmodule für Führungskräfte angeboten. Neben dieser Personalentwicklung gilt es natürlich als attraktiver Arbeitgeber nach innen und außen wirksam aufzutreten. Dies gelingt der SWE Gruppe mit materiellen und sozialen Leistungen sowie einer Unternehmenskultur die für vorhandene und potentielle Mitarbeiter interessant ist. 

Als Rahmenbedingungen für die Arbeitsverhältnisse kommen branchenspezifische und damit wettbewerbsfähige Tarife zur Anwendung. Diese werden ergänzt durch zahlreiche Konzernregelungen, die insgesamt ein Paket aus freiwilligen Sozialleistungen bilden. Besonders am Herzen liegt den Unternehmen das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Die Antwort der SWE Gruppe auf den spürbaren Trend „Fachkräftemangel“ beinhaltet seit einigen Jahren einen online gestalteten Bewerbungsprozess sowie die ersten Maßnahmen zur Implementierung von Active Sourcing im eigenen Haus. Mit dem Angebot zahlreicher Möglichkeiten für Praktika, der eigenen Ausbildung sowie der Begleitung von studentischen Abschlussarbeiten wird auf einen frühen und nachhaltigen Kontakt mit interessierten Jugendlichen als mögliche Kolleginnen und Kollegen von morgen gesetzt.

Aufgabenstellung
Die Stadtwerke Erfurt Gruppe steht für verantwortungsbewusstes, transparentes und integres Verhalten als Basis für den Unternehmenserfolg.

Geschäftsleitungen und Mitarbeiter der SWE Gruppe verfestigen basierend auf einem gemeinsamen Leitbild, den einheitlichen Verhaltensgrundsätzen sowie den geltenden Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen ein verinnerlichtes Selbstverständnis im täglichen Umgang mit Kunden, Lieferanten, Auftragsvergaben und allen anderen Geschäftsvorgängen entsprechend der Unternehmenskultur. 

Die Einhaltung geltender Gesetze, Richtlinien und gesellschaftlicher Normen sowie der faire Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden ist gerade deshalb für die SWE Gruppe ein elementarer Grundsatz, der sich gleichermaßen aus juristischen und ethischen Prinzipien ergibt. Compliance, d. h. die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und unternehmensinterner Regelungen, vertraglicher Verpflichtungen und freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen, hat für die SWE Gruppe eine hohe Bedeutung.