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EFRE Programm

Ein Beitrag der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt und der SWE Energie GmbH zur „Nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung“ im Rahmen des Thüringer EFRE-Programms 2014 – 2020.

Die ambitionierten Klimaschutzziele der EU und der Bundesrepublik Deutschland sind letztendlich maßgeblich auf Landes- und kommunaler Ebene umzusetzen.
 
Vor diesem Hintergrund ist im Klimaschutzkonzept 2020 der Landeshauptstadt Erfurt unter anderem verankert, dass die CO2-Bilanz bis 2020 um 30 % gegenüber 2008 gesenkt werden soll.
Dazu soll neben anderen Maßnahmen im Bereich der Energieerzeugung, die Erhöhung des Anteils der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf 65 % (550 GWh) und die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 20 % (200 GWh), gesteigert werden.

Im Bereich der Energiebereitstellung soll unter anderem durch den Ausbau der Fernwärme ein maßgeblicher Beitrag zur Senkung der Emissionen geleistet werden.
 
Die Stadtwerke Erfurt unterstützen die klimapolitischen Ziele der Landeshauptstadt und sind gleichzeitig auch aktiv in ihrer Eigenschaft als lokaler Energieversorger an deren Umsetzung beteiligt. Als Eigentümer und Betreiber von Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen arbeiten wir daran, eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung zu etablieren, die auch den künftigen Anforderungen gerecht wird.

Die Erzeugung von Energie erfolgt bei der SWE Energie GmbH in einer hochmodernen KWK - Erzeugeranlage (Gas- und Dampfturbinenanlage), welche die Hocheffizienzkriterien der EU-KWK-Richtlinie, die eine Primärenergieeinsparung von mindestens 10 % vorschreibt, übererfüllt. Auch bei unseren Kunden kann die Erfurter Fernwärme mit einem Primärenergiefaktor*1 von 0,17 aufwarten, der im deutschlandweiten Vergleich einen sehr guten Wert darstellt. Deshalb bietet eine möglichst großflächige Wärmeversorgung der Landeshauptstadt Erfurt mit Fernwärme aus KWK einen langfristigen Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele.
 
Dies wurde auch im zentrumsnahen Wohnquartier „Borntal“ realisiert. Dieses durchaus attraktive und wohnenswerte Stadtquartier war deutlich emissionsbelastet, denn es existierten teilweise Einzelfeuerungen und auch die tangieren­den Verkehrsadern trugen zur Belastung bei.
 
Im Zeitraum von 2016 bis 2020 wurde deshalb umfangreich das Wohnquartier „Borntal“ mit Fernwärme zur deut­lichen Absenkung der Emissionen aus den derzeitigen Einzelfeuerstätten erschlossen. Dazu waren neben der Her­stellung von Hausanschlüssen auch recht umfangreiche Trassenbaumaßnahmen im Fernwärmenetz im Wohngebiet selbst und auch darüber hinaus erforderlich.
 
Durch die Realisierung des Gesamtprojekts werden entsprechend des erstellten Prüfberichts der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) jährlich etwa 1000 Tonnen CO2e*2  eingespart, welches einer Primärenergieeinsparung von rund 32% entspricht.
 
Das Projekt wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Thüringer EFRE Programm „Energieeffizienzsteigerung in Kommunen und städtischen Quartieren“ gefördert.
 
*1 Der Primärenergiefaktor gibt Auskunft über die eingesetzte Menge Primärenergie für die Erzeugung der Fernwärme im Vergleich zu anderen Erzeugungsformen.

*2  CO2e steht für CO2- Äquivalent und beschreibt das Treibhauspotenzial von Gasen bezogen auf eine vergleichbare Menge des Treibhausgases CO2 und einen Betrachtungszeitraum von 100 Jahren