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Fernwärmeausbau für Nordspange fast abgeschlossen

Gestattungsvertrag für Fernwärmeleitungen unterzeichnet
Am 27. November 2018 unterzeichneten der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Karel Schweng, Geschäftsführer der SWE Energie GmbH, in der Erfurter Ritschlstraße den neuen Gestattungsvertrag für die Verlegung und den Betrieb von Fernwärmeleitungen im Stadtgebiet. „Die Fernwärme ist einer der Schlüssel zur erfolgreichen Gestaltung der Energiewende vor Ort in Erfurt. Das Erfurter Fernwärmenetz transportiert die in Erfurt umweltfreundlich produzierte Wärme direkt zu den Kunden. Gleichzeitig stellt das Fernwärmenetz auch eine Zukunftsplattform zur Aufnahme erneuerbarer Energiequellen oder für die Sektorkopplung dar. Beispielsweise errichtet die SWE Energie GmbH Anfang 2019 am Standort Blumenstraße 70 eine erste Solarthermieanlage, die in das dort vorhandene Fernwärmenetz einspeisen wird. Was liegt da näher, als die Fernwärme auszubauen?“, begrüßt Geschäftsführer der SWE Energie GmbH Karel Schweng die Zustimmung der Stadt Erfurt für den Gestattungsvertrag.

Die Ritschlstraße wurde als Unterzeichnungsort gewählt, weil sie sich an der Fernwärmetrasse (Nordspange) befindet, die das Nordnetz mit den Wohnquartieren Borntal und Blumenviertel verbindet. Die Quartiere werden bis 2020 von der SWE Energie GmbH mit einer Investition von etwa 9 Millionen Euro an die Fernwärmeversorgung angeschlossen. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Thüringer EFRE Programm „Energieeffizienzsteigerung in Kommunen und städtischen Quartieren“ gefördert. Es war das erste Thüringer EFRE – Modellvorhaben. Mit der Erschließung durch Fernwärme ergibt sich ein hohes Einsparungspotenzial an CO2.

Der Fernwärmeanschluss ist Teil der städtischen Strategie für eine nachhaltige Stadtentwicklung und basiert auf einem Stadtratsbeschluss von 2013 sowie auf dem aktuellen Klimaschutzkonzept der Landeshauptstadt.
Die Erfurter Fernwärme wird in der Gas- und Dampfturbinenanlage im Erfurter Norden mittels hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, bei der gleichzeitig Strom und Wärme gewonnen werden. Im Vergleich zu einer separaten Wärme- oder Stromerzeugung ist diese Technik 25 % effizienter. Zudem kann die gewonnene Wärme gespeichert und erst bei Bedarf abgegeben werden. Wird also Wärme benötigt und kein Strom, muss die GuD-Anlage nicht produzieren und sorgt trotzdem für warme Haushalte. So effizient die GuD-Anlage auch arbeitet, so sauber in Erfurt auch Strom gewonnen wird – ohne das Fernwärmenetz wäre dies alles nicht möglich.

Die SWE Energie GmbH ist bestrebt, den Fernwärmenetzausbau kontinuierlich voranzutreiben. Nächstes Projekt ist die Umsetzung eines modernen Energieversorgungskonzepts für die sogenannte Erfurter Oststadt von der Blumenschmidtstraße bis zur ICE City. Für die Wärmeversorgung ist dort ein Niedertemperaturnetz vorgesehen. Niedertemperaturnetze haben den Vorteil, dass weniger Wärmeverluste entstehen, aber auch die „ Wärmebereitstellung durch erneuerbare Energien wie zum Beispiel Solarthermie oder die Nutzung von Abwärme aus Betrieben leichter möglich wird.

Die Stadtwerke versorgen mit dem über 180 km langen Fernwärmenetz bereits jetzt über 40.000 Haushalte, Unternehmen und Industriebetriebe.
 

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