Headerbild mit Erfurt bei Nach aus der Vogelperspektive

Häufig gestellte Fragen

Umgangssprachlich wird unter dem Begriff „Breitbandnetz“ ein Netz verstanden, das große Datenmengen schnell übertragen kann. Der Begriff „Bandbreite“ dient dabei als Ausdruck für die digitale Datenmenge, die innerhalb einer Zeiteinheit über einen Übertragungskanal übertragen werden kann.

Der zunehmende Bedarf an breitbandigen Internetanbindungen wird sowohl durch neue Dienste und Anwendungen als auch durch ein geändertes Nutzerverhalten vorangetrieben. Treiber ist insbesondere die Konvergenz bisher unterschiedlicher Medien wie Telefon, Internet und TV-Versorgung zu einem einheitlichen Produkt – allgemein unter dem Begriff "Triple Play" zusammengefasst. Künftig werden aber auch die Dienste im Bereich altersgerechtes Wohnen, Sicherheit, Telemedizin, Energieverbrauchs- und -einspeisesteuerung an Bedeutung gewinnen (Stichworte: Energieeffizienz, intelligente Netze).

Glasfaserkabel werden aus geschmolzenem, hoch reinem Quarzglas hergestellt. Sie können Signale im Vergleich zu Kupferkabeln deutlich schneller und verlustärmer übertragen, weil die Datenübertragung nicht über elektrische Signale, sondern über Lichtsignale erfolgt. Die Glasfaser ist das Kommunikationsmedium der Zukunft, weil sie die Basis für superschnelle Datenübertragung ist.

Die vorhandenen kupferbasierten Kommunikationsinfrastrukturen in Erfurt werden durch den stetig zunehmenden Datenverkehr in naher Zukunft ihre Grenzen erreichen. Deshalb braucht eine moderne Stadt eine Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur als Angebot für die Bürger und als Plattform für Produktvielfalt. Ein Glasfasernetz ist hierfür die Voraussetzung.

Funktechnologien bleiben auch künftig hinter der Leistungsfähigkeit und Störsicherheit leitungsgebundener Technologien zurück. Die Weiterentwicklung der Funktechnologien wird deshalbzukünftig nicht zur Ablösung der Festnetze führen. Funknetze werden sich als ergänzende Zugangsmöglichkeit parallel zu den Festnetzanschlüssen weiter entwickeln.

Bei Glasfasernetzen unterscheidet man folgende Formen:

FTTH (Fibre To The Home)
Hierbei wird die Glasfaser bis in die Wohnung verlegt und eine Glasfaseranschlussdose je Wohnung wird gesetzt. Bandbreite >1000 MBit/s

FTTB (Fibre To The Building)
Hierbei wird die Glasfaser in den Keller des Gebäudes verlegt. Vom Keller bis zur Wohnung wird die vorhandene Kupferleitung genutzt. Bandbreite < 200 MBit/s

FTTC (Fibre to the Curb)
Hierbei wird die Glasfaser bis zum Verteiler des jeweiligen Gebietes verlegt. Bis zur Wohnung wird das vorhandene Kupfernetz genutzt. Bandbreite < 50 MBit/s

Je näher die Glasfaser an die Wohnung heran geführt wird, desto schneller sind die Datenübertragungen.

In Erfurt baut die SWE Digital als IT-Tochter der Stadtwerke Erfurt Gruppe ein Glasfasernetz in ausgewählten Stadtteilen in Wohngebäuden auf. Die Glasfaserkabel werden bis in den Keller (FTTB) bzw. bis in alle Wohnungen verlegt (FTTH), sofern eine Eigentümererlaubnis vorliegt. In den Wohnungen wird jeweils eine Anschlussdose gesetzt (FTTH). Die Arbeiten erfolgen in Verantwortung der SWE Digital GmbH.

In 2019 begann der Ausbau in der Krämpfervorstadt. Es ist jedoch nicht möglich, im ersten Schritt alle Gebäude im Stadtteil zu erschließen. Eine konkrete Ausbauinformation finden sie über unsere Verfügbarkeitsabfrage. Alle betroffenen Eigentümer im Ausbaugebiet für 2019 erhalten ein Anschreiben der Stadtwerke Erfurt Gruppe mit der Bitte um Erteilung der erforderlichen Genehmigungen.

Der Anschluss an das Glasfasernetz ist für Sie kostenlos. Dies können wir Ihnen jedoch nur während der Ausbauphase anbieten.

Ein Grundstücksnutzungsvertragi st eine Genehmigung des Hauseigentümers. Darin bestätigt er, dass sein Gebäude an das Glasfasernetz angeschlossen und ein Glasfaseranschluss in den Wohnungen errichtet werden kann.

Der Glasfaseranschluss wird in der Regel im Wohnzimmer in der Nähe einer Steckdose installiert und ist etwa so groß wie eine herkömmliche Telefonanschlussdose.

Nein, dies ist nicht notwendig, es ist lediglich der Zugang zur Wohnung zum Einbau der Glasfaseranschlussdose zu ermöglichen.

Die können Sie weiter verwenden, wenn Sie den Glasfaseranschluss und die entsprechenden Produkte nicht nutzen wollen. Die Glasfaseranschlussdose wird zusätzlich installiert.

Ja, Ihre vorhandene Technik (Telefon, TV,..) können Sie weiter nutzen. Bei der Nutzung eines Glasfaseranschluss ist eventuell ein anderer Router erforderlich. Sollten Sie ein Glasfaserprodukt bei einem Anbieter buchen, werden Sie von diesem dazu beraten.

Tiefbauarbeiten werden wenn möglich vermieden und vorhandene Leerrohre genutzt. Sollte dies nicht möglich sein, werden wir Sie rechtzeitig vor Baubeginn ansprechen und alle notwendigen Details vorab klären. Ist es notwendig, Gräben für die Kabel auszuheben, werden diese ca. 60 cm tief und ca. 25 cm breit sein. Mittels einer Bohrung in der Hauswand wird das Glasfaserkabel ins Gebäude gelegt. Im Anschluss wird diese Bohrung wieder gas- und wasserdicht verschlossen. Die Glasfaserkabel werden im Keller zu einem Gebäudeverteiler geführt. Von hier aus werden die Glasfaserkabel in die Wohnungen verlegt. Die Glasfaseranschlussdose wird im Wohnzimmer in der Nähe einer Steckdose installiert. Die konkrete Kabelführung im Gebäude ist abhängig von verschiedenen Faktoren und wird mit Ihnen abgestimmt.

Die Baumaßnahmen sind innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Nein, es steht Ihnen als Hauseigentümer frei, Ihre Immobilie anzuschließen. Ein Glasfaseranschluss stellt jedoch eine Wertsteigerung für jede Immobilie dar und ist in der Ausbauphase im jeweiligen Gebiet nicht mit Kosten verbunden.

Die Nutzungsdauer von Glasfaserkabeln wird in der Fachliteratur mit mindestens 30 Jahre angegeben. Die tatsächliche Nutzungsdauer ist abhängig von der Verlegung und Effekten während der Nutzung (Dehnung, Stauchung, Krümmung, Einwirken von Feuchtigkeit, extreme Hitze, ungeschützte Faseroberflächen an Spleissstellen).

Die SWE Digital GmbH baut ein neues Glasfasernetz und geht damit in finanzielle Vorleistung. Das Glasfasernetz nutzen wir eigenwirtschaftlich über einen langen Zeitraum oder stellen es diskriminierungsfrei anderen Anbietern zur Verfügung.

Die Auswahl der Ausbaugebiete erfolgte auf Grundlage verschiedener technischer und wirtschaftlicher Faktoren. Unser Ziel ist es natürlich möglichst viele Gebäude an das Glasfasernetz anzuschließen. Eine Erweiterung der Ausbaugebiete ist daher grundsätzlich möglich. 

Melden Sie sich bei Interesse über die bekannte E-Mailadresse: 
glasfaserausbau@stadtwerke-erfurt.de.