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Hallen 2 bis 4 im egapark gesperrt

Heute wurden Bauzäune im egapark aufgestellt - rund um die zur Zeit nicht genutzten Hallen 2 bis 4. Die Umzäunung kündet nicht von der beginnenden Sanierung der denkmalgeschützten Bauwerke, ein dringender Wunsch der egapark-Verantwortlichen und Gartenpark-Freunde, die um den Zustand der nahezu 50 Jahre alten Gebäude wissen. Sie ist das Ergebnis einer Bauzustandsanalyse, die der Gutachter in Vorbereitung auf die geplante Sanierung Hallen 2 – 4 erstellte. Diese ergab aktuell dringenden Sicherungsbedarf, um eine Gefährdung der Besucher auszuschließen.
 
„Die Hallen 2 – 4 und Teilbereiche der Vorplätze sind ab sofort gesperrt. Aus diesem Grund werden Teile der Kübelpflanzenschau in andere Bereiche der Hallenhöfen und des Parks verlegt. Wir bedauern das sehr. Eine Ausnahme macht die Fuchsienschau, sie ist noch nahezu vollständig begehbar“, erklärt egapark-Geschäftsführerin Kathrin Weiß die aktuelle Situation.
 
In den vergangenen zwei Jahren wurde ein Sanierungskonzept für die Hallen erarbeitet. In diesem Zusammenhang erfolgte eine aktuelle Bauzustandsanalyse durch ein Ingenieurbüro. Diese hat ergeben, dass nun zusätzliche Sicherungsmaßnahmen notwendig sind.
 
Für die angedachte Sanierung aller drei Gebäude und die spätere Nutzung als Lagerhallen sind insgesamt 1,8 Mio. Euro veranschlagt. Dafür sind Eigenmittel in Höhe von 480.000 Euro im egapark eingestellt, seitens des Freistaates 522.000 Euro geplant und wurde beim Bund BKM-Förderung in Höhe von 799.000 Euro beantragt. Aus dem Fördertopf des Bundes wurden auch bereits Mittel für Empfangsgebäude und Irisgarten bewilligt.
 
Ursprünglich waren die Gebäude als Ausstellungshallen für max. ein Jahrzehnt gedacht und haben nun ihre Lebenserwartung vervielfacht. Die größte der Hallen gegenüber dem Haupteingang wurde 2014 für ca. 1,2 Mio. Euro modernisiert. Für die drei kleineren Gebäude im Stile der DDR-Moderne waren die egapark-Verantwortlichen seit zwei Jahren auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit für die Sanierung.
 
„Leider wurden uns die beantragten Fördermittel des Bundes für die Sanierung nicht bestätigt. Momentan können wir deshalb noch nicht konkret sagen, wie und wann es mit der Sanierung losgeht. Wir könnten uns vorstellen, dass zunächst ein oder zwei Hallen saniert werden. Dazu sind wir noch in Abstimmung mit den Entscheidern bei der Denkmalbehörde. Die aktuelle Situation um den abschlägigen Bescheid vom Bund sehen wir auch in zeitlicher Hinsicht mit Blick auf die Vorbereitungen für die BUGA 2021 kritisch und sind in diesem Zusammenhang intensiv mit Vertretern des Landes und der Denkmalbehörde im Gespräch. Ziel ist es, weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen damit die Gesamtmaßnahme umgesetzt werden kann. In den Hallenhöfen sind neben dem Sanierungsstart für die Hallen noch 2019 Baumaßnahmen geplant, die pünktlich fertig werden müssen, um die Bepflanzung zeitlich passend vornehmen zu können“, erläutert egapark-Geschäftsführerin Kathrin Weiß die Tragweite des Problems. Gegenwärtig werden verschiedene Varianten geprüft, die sowohl die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen berücksichtigen, als auch die BUGA-Vorbereitungen nicht gefährden.
 

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