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SWE präsentiert: Jutta Kammann: Rothaarig und wild entschlossen. Aufgeben gibt’s nicht – mein Leben

am 9. Juli um 19.30 Uhr im Kultur: Haus Dacheröden

Klaus Jürgen Wussow, Ruth-Maria Kubitschek oder Freddy Quinn: die Schauspielerin Jutta Kammann stand mit den Größen der bundesdeutschen Film- und Fernsehgeschichte immer wieder gemeinsam vor der Kamera, bis sie 1998 in der beliebten ARD-Serie „In aller Freundschaft“ in die Rolle von Oberschwester Ingrid schlüpft. Deren freundlich-gerechter Strenge entgeht im Leipziger Klinikalltag kaum eine Unachtsamkeit; über 600 Auftritte in der Arztserie bescheren Jutta Kammann im reiferen Alter nochmal besonderen Ruhm. Jetzt hat sie über ihre 77 Lebensjahre – zum Teil an der Seite bekannter Stars und Regisseure – und ihre Emanzipation als Frau, Lebensgefährtin und Schauspielerin ihre Autobiographie geschrieben.
Denn was die Fernsehkameras nicht beleuchten, ist der Mensch hinter der Rolle –dessen Träume, Wünsche, Tränen, Enttäuschungen. Jutta Kammann boxt sich vieler Widrigkeiten zum Trotz den Weg zur Schauspielschule Bochum frei. Während der Ausbildung lernt sie mit Anfang 20 den deutlich älteren Regisseur Wilhelm Semmelroth kennen. 30 Jahre sind die beiden ein Paar. Anfangs ist er derjenige, der die Dinge anpackt, später kehren sich die Verhältnisse um: Semmelroth wird pflegebedürftig, und sie ist es, die ihn versorgt und bis zu seinem Tod pflegt. Kammann bleibt aber mit leeren Händen zurück. Sie kämpft sich durch Trauer und Leid. Existenzängste nimmt ihr erst das Engagement in der Serie „In aller Freundschaft“, als ältere Schauspielerin ein Glücksfall. Doch es folgt ein neuerlicher, schwerer Einschnitt durch die Diagnose Makuladegeneration. Jutta Kammann zieht in die Seniorenresidenz Augustinum und lernt dort noch einmal echte Freundschaft und Vertrauen kennen.
Gefördert durch die Stadt Erfurt im Rahmen von #erfurtkultursommer

Karten gibt es bei Hugendubel in Erfurt, in der Herbstlese-Geschäftsstelle, Anger 37, unter www.herbstlese.de sowie über den Ticketshop Thüringen.